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 Was bedeutet eigentlich...?
Blaulicht Offline




Beiträge: -4580

04.07.2008 06:04
Gewittervorhersagen Zitat · Antworten

Als wichtigstes Element wäre da zunächst Wasser. Der in
Augenhöhe meist unsichtbare Wasserdampf (Ausnahme Nebel) muss
irgendwie zur Gewitterwolke werden, denn Blitze aus heiterem
Himmel sind meteorologisch betrachtet doch eher sehr selten.
Dieser Wasserdampf wird zur Wolke, wenn die Luft abkühlt. Denn
in kühlerer Luft kann sich weniger Wasserdampf lösen. Das
überschüssige (kondensierte) Wasser zeigt sich dann dem
Betrachter als Wolke. Je mehr unsichtbarer Wasserdampf in der
Luft ist (Schwüle), desto grösser werden die (Gewitter)Wolken.
Und warum kühlt die Luft ab?
Bei Gewittern geschieht das durch Hebung der Luft mit hohen
Geschwindigkeiten. Bleibt also die Frage, aus welchen Gründen
die Luft angehoben wird.
Zunächst ist da die Sonneneinstrahlung, die die Luft am Boden
erwärmt; die warme Luft steigt auf und kühlt sich dabei ab.
Wenn es da keine weiteren Auftriebskräfte gibt, entstehen ein
paar Schönwetterwolken (Cumulus) und das war es dann.
Unterstützt wird dies zusätzlich im Bergland, wo die
Erdoberfläche teilweise senkrecht zu der bei uns immer schräg
einfallenden Sonnenstrahlung liegt, was sich vormittags
besonders schön über dem Taunus und dem schweizer Jura zeigt.
Daher entstehen Wärmegewitter bevorzugt über dem Bergland.
Viel wichtiger ist aber Hebung durch heranziehende Tiefs. Die
müssen nicht unbedingt in der Bodenwetterkarte, die
normalerweise in den Printmedien abgebildet werden, zu sehen
sein. Die in der Bodenwetterkarte unsichtbaren Höhentiefs
stellen dann den Wissensvorsprung des Meteorologen dar.
Und schliesslich führen grosse Temperaturdifferenzen zwischen
zwei Höhenschichten der Atmosphäre zu Auftriebskräften.
Beispielsweise werden 30 Grad Temperaturdifferenz zwischen etwa
1500m und 5000m als Bedingung für Gewitter angesehen.
Gewitter entstehen also, wenn genügend Wasser(dampf) vorhanden
ist, der durch Einstrahlung, Annäherung eines Tiefs und/oder
durch grosse Temperaturunterschiede zwischen zwei
Höhenschichten so lange gehoben wird, bis er kondensiert und
dabei Gewitterwolken entstehen.
Wo genau nun der meiste Wasserdampf und/oder die stärksten
Hebungsantriebe liegen, kann man nicht vorhersagen und deshalb
wird es niemals eine 12 oder 24stündige ortsgenaue Vorhersage
von Gewittern geben.

Quelle: DWD.de

Blaulicht

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